Auffrischungsimpfung gegen COVID-19:   Jetzt boostern lassen!

 

Corona-Schutzimpfung
22. Dezember 2021

 

Gerade jetzt in der ernsten Situation der vierten Pandemie-Welle sind Auffrischungsimpfungen, auch Booster-Impfungen genannt, besonders wichtig. Auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung können grundsätzlich alle Impfberechtigten ihren Impfschutz kostenlos auffrischen lassen. Wann Sie sich boostern lassen sollten und für wen die Booster-Impfung besonders wichtig ist, lesen Sie hier.

 

 

 

 

Die Auffrischungsimpfungen sind gerade jetzt von zentraler Bedeutung: Die vierte Pandemie-Welle und die sich verbreitende Omikron-Variante stellen uns vor große Herausforderungen. Die Infektionszahlen sind sehr hoch – und es ist davon auszugehen, dass sie durch die Omikron-Variante steigen werden. Gleichzeitig lässt bei Personen, die bereits vor längerer Zeit vollständig geimpft wurden oder deren Immunantwort aufgrund von Alter oder Vorerkrankungen schwächer ausgefallen ist, der Immunschutz langsam nach. Das ist ein natürlicher Vorgang: Im Prinzip vergisst das Immunsystem nach und nach, wie es das Coronavirus schnell und effektiv bekämpfen kann. Für sehr viele ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Auffrischungsimpfung. Denn nach wie vor gilt: Die Corona-Schutzimpfung ist der wirksamste Schutz vor schweren und tödlichen Krankheitsverläufen. Sie reduziert die Anzahl der Hospitalisierungen von COVID-19-Erkrankten erheblich. 

Immunschutz einfach kostenlos auffrischen und stärken

Die gute Nachricht: Mit einer Auffrischungsimpfung lässt sich der Immunschutz einfach und effektiv boostern. Ihr Immunsystem erinnert sich an das Coronavirus und ist so gut darauf vorbereitet, es zu bekämpfen. Angesichts der in Deutschlandnoch vorherrschenden hochansteckenden Delta-Variante und der zunehmenden Ausbreitung der noch ansteckenderen Omikron-Variante ist das auch dringend notwendig. Für den individuellen Schutz und damit eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden kann.

Wegfall der Testpflicht nach Booster-Impfung

Seit dem 15. Dezember 2021 entfällt die Testpflicht bei dreimal geimpften Personen. Dies bedeutet, dass Personen, die bereits eine Booster-Impfung erhalten haben, von der Testpflicht im Rahmen der 2G-Plus-Regel ausgenommen sind. Gastronomie oder Freizeiteinrichtungen dürfen in dem Fall ohne einen zusätzlichen Testnachweis von ihnen besucht werden. Ausnahmen gelten bei medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Pflegeheime. Hier gilt auch für dreimal geimpfte Personen die Testpflicht. Grundsätzlich ist für zusätzliche Sicherheit bei Zusammenkünften mit mehreren Personen für alle, auch Personen mit Booster-Impfung, empfehlenswert.

Wer kann jetzt eine Booster-Impfung erhalten?

Grundsätzlich können sich alle Personen ab 18 Jahren auffrischen lassen; die STIKO empfiehlt die Auffrischungsimpfung in bestimmten Fällen auch bei Jugendlichen. Der Booster ist ein extrem wertvolles Werkzeug im anhaltenden Kampf gegen die Corona-Pandemie. Sie sorgt dafür, dass der Schutz der Geimpften – unabhängig von Alter oder Vorerkrankungen – effektiv aufrechterhalten und die Weiterverbreitung des Virus deutlich gesenkt wird. Darum können sich – so empfiehlt es die Ständige Impfkommission (STIKO) ausdrücklich –s alle Personen ab 18 Jahren eine Auffrischungsimpfung gegen COVID-19 geben lassen, deren zweite Impfung mindestens drei Monate zurückliegt. Die Empfehlung gilt auch für Schwangere ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel.

Für Genesene beziehungsweise Menschen, die sich vor, während oder nach einer Impfserie mit dem Coronavirus infizieren, gilt:

  • Wer sich nach der COVID-19-Impfung (unabhängig von der Anzahl der Impfstoffdosen) infiziert, kann ab drei Monaten nach der Infektion eine Booster-Impfung erhalten.
  • Wer sich vor der Erstimpfung infiziert und dann eine Impfstoffdosis erhalten hat, kann ab drei Monaten nach der vorangegangenen Impfung einen Booster bekommen.

Wirksame Impfstoffe für die Booster-Impfung: Comirnaty® und Spikevax®

Unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde – mRNA- oder Vektorimpfstoff –, soll für die Auffrischungsimpfung ein mRNA-Impfstoff verabreicht werden: Comirnaty® von BioNTech/Pfizer für Personen ab 18 Jahren oder Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna für Personen ab 30 Jahren. 

Gut zu wissen, insbesondere für Personen über 30 Jahren: Für eine schnelle und erfolgreiche Booster-Kampagne spielen beide mRNA-Impfstoffe eine zentrale Rolle. Das Paul-Ehrlich-Institut und die STIKO betonen: Die Impfstoffe sind qualitativ gleich gut und sicher, zeigen eine hohe Wirksamkeit auch gegen die hierzulande vorherrschende Delta-Variante des Coronavirus und werden mit Blick auf die beste Verträglichkeit in den verschiedenen Altersgruppen eingesetzt. Dabei soll möglichst der Impfstoff verwendet werden, der bei der Grundimmunisierung genutzt wurde. Wichtig: Wenn dieser nicht verfügbar ist, kann aber auch ohne weiteres der jeweils andere mRNA-Impfstoff eingesetzt werden.

Mit welchem Abstand zur ersten Impfserie soll der Immunschutz aufgefrischt werden?

Vor allem mit Blick auf die Verbreitung der Omikron-Variante hat die STIKO ihre Empfehlung zur Auffrischungsimpfung hinsichtlich des Impfabstandes aktualisiert[KLO1] : Die Auffrischungsimpfung kann schon ab drei Monaten nach der letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen. Hintergrund dieser Empfehlung ist das Ziel, durch diese beschleunigte Booster-Impfkampagne und den verkürzten Impfabstand schwere Verläufe von COVID-19 zu verhindern und die Übertragung insbesondere der sich ausbreitenden Omikron-Variante zu vermindern. 

Übrigens: Eine serologische Antikörpertestung vor einer Auffrischungsimpfung ist nicht notwendig und wird von der STIKO auch nicht grundsätzlich empfohlen. Zum einen ist der Wert, der eine dritte Impfstoffdosis unnötig machen würde, nicht bekannt und zum anderen bestehen bei einer dritten Impfstoffdosis keine Sicherheitsbedenken.

Personen mit einer schweren Immunschwäche (wie zum Bespiel Organtransplantierte) sollten bereits ab vier Wochen nach der ersten abgeschlossen Impfserie zum dritten Mal geimpft werden – dabei spricht man von einer Drittimpfung (siehe Infokasten). Bei ihnen kann im Einzelfall über eine weitere Auffrischungsimpfung im Abstand von drei weiteren Monaten entschieden werden.

Personen, die eine Grundimmunisierung mit einer Impfstoffdosis COVID-19 Vaccine Janssen® (Johnson & Johnson) erhalten haben, wird zur Optimierung ihres Impfschutzes eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ab vier Wochen nach der Janssen®-Impfung empfohlen. Hierbei spricht man von einer Optimierung der Grundimmunisierung, da festgestellt wurde, dass der Impfstoff von Johnson & Johnson im Unterschied zu den anderen zugelassenen Impfstoffen eine vergleichsweise geringe Impfstoffwirksamkeit gegenüber der Delta-Variante aufweist. 

Wer sollte seinen Impfschutz wann auffrischen lassen?

Alle Personen ab 18

nach vollständiger Grundimmunisierung

Nach 3 Monaten

Schwangere,

ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel

nach vollständiger Grundimmunisierung

Nach 3 Monaten

Personen mit schwerer Immunschwäche,

die nach 4 Wochen nach der zweiten Impfung eine dritte Impfstoffdosis zur Optimierung der ersten Impfserie erhalten haben.

nach Optimierung der ersten Impfserie und nach ärztlicher Beratung

Nach 3 Monaten

Personen, die mit dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson geimpft wurden

und nach 4 Wochen eine zweite Impfstoffdosis mit einem mRNA-Impfstoff zur Optimierung der Grundimmunisierung bekommen haben.

nach Optimierung der Grundimmunisierung

Nach 3 Monaten

Genesene,

die sich nach der Erstimpfung infiziert haben.

nach der Infektion

Nach 3 Monaten

Genesene,

die sich nach der zweiten Impfung infiziert haben.

nach der Infektion

Nach 3 Monaten

Genesene,

die sich vor der ersten Impfung infiziert und dann ab 4 Wochen nach Symptomende eine Impfstoffdosis erhalten haben.

nach der vorangegangenen Impfung

Nach 3 Monaten

 

 

 

Hinweis: Eine Verkürzung des Impfabstandes auf 5 Monate kann im Einzelfall oder wenn genügend Kapazitäten vorhanden sind erwogen werden.

 

 

 

Quelle:

 

 

 

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